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Umweltschutz


Arbeitsgemeinschaft Graphische Papiere (AGRAPA)

 

 

Druckerzeugnissen kommt im täglichen Informationsmarkt ein hoher Stellenwert zu – sie zählen zu den sog. graphischen Papierprodukten, die quantitativ die wichtigste Gruppe der Papiererzeugnisse darstellen: Lag ihr Verbrauch im Jahre 1970 noch bei etwa 3,4 Millionen Tonnen, hatte sich dieser bereits 1990 mit ca. 7,4 Mio. Tonnen mehr als verdoppelt und belief sich im Jahr 2007 auf annähernd 8,8 Mio. Tonnen. In Anbetracht dieses hohen Rohstoffumsatzes an graphischen Papieren, aber deren nur kurzer Lebensdauer kommt unter den Gesichtspunkten des Umweltschutzes der Frage der Rohstoff-Wiederverwertung – des Altpapierrecyclings – entscheidende Bedeutung zu. 

 

Der Bundesverband Presse-Grosso stellt sich seit Mitte der neunziger Jahre seiner abfallwirtschaftlichen Produktverantwortung als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Graphische Papiere (AGRAPA). Die AGRAPA wurde auf Anregung des Bundesumweltministeriums 1994 als Zusammenschluss von Organisationen und Verbänden der papierherstellenden Industrie, Papierimporteuren, dem Papiergroßhandel, der Druckindustrie und Verlegern gebildet: Durch die freiwillige Selbstverpflichtung vom 26.09.1994 hat sie das Ziel gesetzt, die stoffliche Verwertung graphischer Altpapiere stufenweise zu steigern und ab dem Jahr 2000 eine Verwertungsquote von 60 Prozent zu erreichen. Zur Kontrolle der Einhaltung der Verpflichtungen wurde der Altpapierrat gegründet, dem der Bundesverband Presse-Grosso angehört und dessen Hauptfunktion es ist, über die Erfüllung der selbstauferlegten Verpflichtungen dem Bundesumweltministerium in Form eines jährlichen Berichtes Rechenschaft abzulegen. Vor dem Hintergrund der realen Entwicklungen der Verwertungsquoten in den Folgejahren, die die angestrebten Ziele zunehmend übertrafen, hat die AGRAPA im Jahre 2001 ihre Selbstverpflichtung aus 1994 mit dem Ziel fortgeschrieben, eine dauerhafte Einhaltung einer Verwertungsquote von 80 (+/-3) Prozent zu erreichen.

 

 

 Selbstverpflichtung zur Rücknahme und Verwertung gebrauchter graphischer

      Papiere vom 26.09.1994

 

  Fortschreibung der Selbstverpflichtung vom 26.09.1994 für eine Rücknahme

       und Verwertung gebrauchter graphischer Papiere 2001

 

Dass man diesem Ziel bereits realisiert verdeutlichen jüngste Zahlen des Europäischen Altpapierrats zu Recyclingraten für graphische Papiere und Verpackungspapiere in Europa.  Danach liegt die AGRAPA-Verwertungsquote auch 2007 weiterhin wie bereits in den Vorjahren im Soll. So werden die Zielvorgaben mit einer Verwertungsquote von 83,7 Prozent erreicht. Dieses Ergebnis gab die Arbeitsgemeinschaft Grafische Papiere (AGRAPA) am 1. Juli 2009 in Berlin im Rahmen der Präsentation des jährlichen AGRAPA-Prüfberichts bekannt.

 

Deutsches Modell Vorbild für Europa 

 

Dem deutschen System kommt auch auf europäischer Ebene Vorbildfunktion zu: So wurde 2000 in Anlehnung an die deutschen Bestrebungen von der Europäischen Papierindustrie (CEPI) und dem Europäischen Altpapierhandel (ERPA) die Europäische Erklärung zur Wiederverwertung von Papier 2000-2005 verabschiedet und zugleich der Europäische Altpapierrat eingerichtet, wobei weitgehend auf die positiven Erfahrungen mit dem AGRAPA-Altpapierrat zurückgegriffen wurde. 2006 konnten mit der Europäischen Erklärung zur Wiederverwertung von Papier 2006-2010 die Bestrebungen fortgeschrieben werden mit dem Ziel, die Recyclingquote für Altpapier auf mehr als 66 Prozent zu steigern.

 

 

 

 


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