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Jugendschutzgesetz



Am 1. Juli 2008 ist das Erste Gesetz zur Änderung des Jugendschutzgesetzes in Kraft getreten. Es verbessert den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor medialen Gewaltdarstellungen, insbesondere vor gewaltbeherrschten Computerspielen. Dabei werden in Bezug auf Trägermedien wie CDs und DVDs zum einen Mindestgröße und Sichtbarkeit der Alterskennzeichen festgelegt und zum anderen die Indizierung gewaltbeherrschter Inhalte erleichtert.

 

Das Gesetz ist Bestandteil des Sofortprogramms zum wirksamen Schutz von Kindern und Jugendlichen vor gewaltbeherrschten Computerspielen, das Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Armin Laschet, Familienminister in Nordrhein-Westfalen, gemeinsam im Jahre 2007 gestartet haben. Mit dem Gesetz sind seit dem 01.07.2008 folgende Maßnahmen zur Verbesserung des effektiven Jugendmedienschutzes in Kraft getreten: 

  • Der Katalog der schwer jugendgefährdenden Trägermedien, die kraft Gesetzes indiziert sind, wird im Hinblick auf Gewaltdarstellungen erweitert (Trägermedien, die "besonders realistische, grausame und reißerische Darstellungen selbstzweckhafter Gewalt beinhalten, die das Geschehen beherrschen")
  • Die im Gesetz genannten Indizierungskriterien werden in Bezug auf mediale Gewaltdarstellungen erweitert und präzisiert. Es wird durch den Gesetzgeber klargestellt, dass "Medien, in denen Gewalthandlungen wie Mord- und Metzelszenen selbstzweckhaft und detailliert dargestellt werden oder Selbstjustiz als einzig bewährtes Mittel zur Durchsetzung der vermeintlichen Gerechtigkeit nahe gelegt wird" jugendgefährdend sind und von der Bundesprüfstelle in die Liste jugendgefährdender Medien aufgenommen wird.
  • Zudem wird die Mindestgröße und Sichtbarkeit der Alterskennzeichen der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) und der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) werden gesetzlich festgeschrieben
     

Der Bundesverband Presse-Grosso e.V. hat das Gesetzgebungsverfahren von Beginn an durch Stellungnahmen begleitet.

 

In Zusammenarbeit mit Auer Witte Thiel, Rechtsanwälte, München, und in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (VDZ) hat der der Verband einen kommentierten Praxisleitfaden für den Vertrieb von Trägermedien nach dem neuen Jugendschutzgesetz erstellt.

 

  Praxisleitfaden "Neues Jugendschutzrecht 2008"

 

 


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