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Einzelhandelsstrukturanalyse 2017: weiter über 100.000 Angebotsstellen für Presse, Qualität der Präsentation verbessert


Der Bundesverband Presse-Grosso hat am 24.01.2018 die Ergebnisse seiner jährlichen Vollerhebung des presseführenden Einzelhandels veröffentlicht.

 

Danach belieferte der Pressegroßhandel zur Kalenderwoche 39/2017 bundesweit 104.438 Einzelhändler mit Zeitungen und Zeitschriften. Er hält damit weiterhin ein im internationalen Vergleich einmalig dichtes Netz zur Versorgung mit geistigen Grundnahrungsmitteln aufrecht.

 

| Der Pressegroßhandel hat im Vergleich zur letzten Vollerhebung durch Beratung und Services die Qualität des käufernahen Verkaufsstellennetzes für Zeitungen und Zeitschriften am Point of Purchase weiter verbessert. Immer mehr Presseeinzelhändler setzen strukturgebende Orientierungshilfen am Presseregal ein. Zudem arbeiten Pressegroß- und Einzelhandel so intensiv im Bereich der Effizienten Konsumentenresonanz zusammen wie nie zuvor: Fast ein Fünftel aller Presseeinzelhändler beteiligt sich inzwischen am ECR-Verfahren „Verkaufstäglichen Marktbeobachtung am Point of Sale“ (VMP).

 

| Der Pressegroßhandel hat im Jahr 2017 in Deutschland mehr als Dreitausend Neukunden gewonnen. Zeitgleich gaben über Sechstausend Einzelhändler auf. Dies entspricht im Saldo einem Rückgang von 3,3 Prozent. Gegen den Trend wächst die Anzahl großer Supermärkte. Die Zahl der Filialen von Großformen des Einzelhandels, Tankstellen sowie Discounter mit einem Presseangebot sind weitgehend stabil. Kioske, kleine Lebensmittelmärkte und Pressefachgeschäfte sind hingegen rückläufig.

 

Großformen des Einzelhandels, Presse-Fachgeschäfte und Supermärkte sind die wichtigsten Geschäftsarten im Presseeinzelverkauf. Sie sorgen weiterhin für einen hohen Presseumsatzanteil. Presse-Fachhändler z.B. erwirtschaften mit einem Geschäftsanteil von 11,2 Prozent beachtliche 22,7 Prozent des gesamten Presseumsatzes. Umgekehrt generieren Bäckereien mit einem Geschäftsanteil von 25,3 Prozent nur 6,9 Prozent des Umsatzes.

Mehr als die Hälfte der Presseeinzelhandelsgeschäfte sind ungebundene, fragmentierte EH (54,2 Prozent) - Tendenz abnehmend. Unter den Großkunden wachsen die gebundenen Einzelhändler stark (+7,9 Prozent), während die regiebetriebenen Filialisten nahezu konstant bleiben.

 

Claudius Rafflenbeul-Schaub, Bereichsleiter Vertriebsmarktforschung im Bundesverband Presse-Grosso, zur EHASTRA 2017: „Der Trend in Richtung filialisierter Einzelhandelssysteme und Shop-Konzepte setzt sich dynamisch fort. Dabei sind in 2017 speziell die gebundenen, von Inhabern selbständig geführten Vertriebslinien gewachsen.“ Die Presse-Grossisten haben dabei „ihre Maßnahmen zum Qualitätsausbau der Presseregale und -sortimente trotz schwieriger Marktsituation weiter intensiviert“.

 

Lutz Bochskandl, Referent Zentralreporting/Vertriebssteuerung im Ressort Marktanalyse, hebt den Einsatz moderner ECR-Instrumente im Pressevertrieb hervor: „Das vom Grosso entwickelte VMP-System mit seinem stetig wachsenden, mit modernen VMP-Scannerkassen und Warenwirtschaftssystemen angebundenen Händlernetz hat einen sehr guten Ruf in der Branche. Mit den damit täglich generierten Daten leisten wir einen wertvollen Beitrag für einen effizienten Pressevertrieb.“ Die Einzelhandelsstrukturanalyse vermittelt detaillierte Erkenntnisse über den Einzelhandel mit Zeitungen und Zeitschriften. Sie kann wöchentlich, quartalsweise oder jährlich bezogen werden. Die Vollerhebung des deutschen Zeitschriften- und Zeitungseinzelhandels wird seit 1970 durchgeführt. Seit 1999 gibt der Bundesverband Presse-Grosso die EHASTRA heraus.

 

Weitere Informationen zur Jahres-EHASTRA 2017: Lutz Bochskandl, Ressort Marktanalyse, Bundesverband Presse-Grosso, Köln, E-Mail: lb(at)bvpg.de

 

 

Keyfacts Einzelhandelsstrukturanalyse (EHASTRA) 2017


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