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Bezugsregulierung



Das Presse-Grosso setzt zur ständigen Bezugssteuerung anerkannte autoadaptive Regulierungsverfahren ein, die zwischen den zuständigen Fachgremien der Verbände gemeinsam vereinbart wurden. Die Marktorientierte Bezugsregulierung (MBR) ist die unerläßliche Basis zur Aufgabenerfüllung des Presse-Grosso, die richtigen Titel zur richtigen Zeit in der richtigen Menge an den richtigen Ort zu liefern.

 


Marktorientierte Bezugsregulierung (MBR)


MBR - Eine Definition


MBR ist ein EDV-gestütztes Verfahren zur Bestimmung der Liefermenge einer Zeitschrift oder Zeitung und ihrer Verteilung auf die vom Grossisten belieferten Einzelhändler. Es wird von allen Grossisten in Deutschland praktiziert.

Der Bezug des Einzelhändlers ergibt sich aus dem zu erwartenden Verkauf, bezeichnet als Verkaufsvorhersage (VH), und dem Verkaufsreservezuschlag. In der Regel werden mit dem Verfahren der exponentiellen Glättung die Verkäufe der Vergangenheit fortgeschrieben und in die Zukunft extrapoliert. Durch Auswahl eines für den Titel geeigneten Glättungsfaktors wird die Geschwindigkeit des Systems gesteuert.

Für die Festlegung des erforderlichen Verkaufsreservezuschalgs gibt es unterschiedliche Methoden. Neben Zuschlagstabellen wird häufig das MAD-Verfahren (=mittlere absolute Differenz zwischen den erwarteten und realiserten Verkäufen) angewendet.

Im Rahmen der MBR wird auch festgelegt, wie die Bezüge der Händler zu bemessen sind, die am Ende der Angebotszeit ausverkauft waren. Ebenso bestimmt das System, wann Händler, die mehrmals von dem betreffenden Titel nichts verkauft haben (=Nullverkäufer) "ausgesteuert", d.h. nicht mehr beliefert werden. Die Regeln dafür sind im Koordinierten Vertriebsmarketing (KVM) festgelegt. Zugangsberechtigten Nutzern steht das KVM auf dieser Seite zum Download bereit. 

 

 

Bezugsregulierung - Zusätzliche Transparenz

 

Mit der Veröffentlichung der MBR-Dokumentation von VDZ und Bundesverband Presse-Grosso im Oktober 2004 schaffen beide Verbände noch mehr Transparenz in einem äußerst komplexen Feld der Vertriebsarbeit .

 

   - Was ist der entgangene Verkauf und wie errechnet er sich ?
   - Sollte man Ausverkäufe eher in kleineren oder eher in größeren Presse-    

     Verkaufsstellen zulassen ?
   - Machen Ausverkaufszuschläge Sinn?

 

Das sind die spannenden Fragen, die Vertriebsexperten in Verlagen, bei Nationaldistributoren und im Grosso schon seit vielen Jahren bewegen. Die aus Experten des VDZ und des Grosso - Verbandes bestehende Projektgruppe Bezugsregulierung ist in der intensiven Analyse verschiedener Regulierungs -Tests zu Anregungen für die vertriebliche Praxis gelangt, die für Verlage, Nationalvertriebsunternehmen und Grosso - Betriebe in der Praxis von Nutzen sein dürften. Damit hat die Projektgruppe eines ihrer ambitioniertesten Vorhaben der letzten Jahre zum Abschluss gebracht.  „Es ist gelungen, zu gemeinsamen Grundaussagen der Regulierungsarbeit zu gelangen. Das ist schon ein enormer Erfolg“, kommentieren Wolfgang Penders ( Bundesverband Presse - Grosso) und Klaus-Peter Rebe ( VDZ) die Dokumentation und kündigen an, dass diese fortlaufend aktualisiert werden soll.

 

  MBR-Dokumentation

 

 

 

 

MBR-Systemerhebung 2013 – aktualisierte Übersicht über die im Grosso eingesetzten Regulierungssysteme


VDZ und Bundesverband Presse-Grosso haben die letztmals in 2006 vorgestellte Erhebung der Regulierungssysteme im Presse-Grosso jetzt aktualisiert.

 

MBR bewährt

 

Grundlage für die Ermittlung der richtigen Menge jeder Ausgabe eines jeden Titels für jeden zu beliefernden Einzelhändler ist seit über 25 Jahren das EDV-gestützte Verfahren der „Marktorientierten Bezugsregulierung – MBR“. Die MBR ist im Zusammenspiel aller quantitativen und qualitativen Instrumente der Regulierungspraxis im Grosso ein wichtiges und bewährtes Instrument des Pressevertriebs. Mit dem Ziel, die Regulierung immer exakter und zuverlässiger zu gestalten, wurden mit den Jahren mehrere Verfahren entwickelt, die im Vertriebsmarkt miteinander konkurrieren. VDZ und Presse-Grosso haben es sich daher zur gemeinsamen Aufgabe gemacht – insbesondere für die Vertriebsverantwortlichen in den Verlagen – einen aktuellen Überblick und ein flexibel auswertbares Arbeitsinstrument zur Bezugsregulierung anzubieten.

 

Inhalte der aktuellen MBR-Systemerhebung

 

Ziel der im Herbst 2013 durchgeführten Systemerhebung ist es, anhand eines strukturierten Fragenkataloges eine Übersicht über die im Grosso eingesetzten Regulierungssysteme zu erhalten. Im Gegensatz zu früheren Erhebungen wurden diesmal nicht die einzelnen Grossounternehmen, sondern nur die Anbieter von Regulierungssystemen befragt. Die Antworten geben einen Eindruck über den Leistungsumfang und -standard der im Grosso eingesetzten Systeme zur Bezugsregulierung. Im Bereich Grundlagen (A) werden generelle Informationen zur Architektur der Systeme, Schnittstellen und Weiterentwicklungen erfasst. Der zentrale Komplex Regulierung (B) umfasst Fragen zu der eigentlichen Bezugssteuerung, Sonderfällen und Analysemöglichkeiten z.B. auf regionaler Ebene. Die Nutzung von VMP für die Regulierung wird in Abschnitt (C) dokumentiert. Abschließend werden Fragen zur Verteilerpflege in Abschnitt (D) erfasst. In vielen Fällen wurde die Möglichkeit von individuellen Erläuterungen und Zusatzinformationen angeboten. Diese wurden von den Systemanbietern ausgiebig genutzt, so dass für den Nutzer zu einzelnen Fragen bei Bedarf sehr detaillierte Informationen zur Verfügung stehen. Es wird deutlich, dass alle Systeme umfangreiche und leistungsstarke Werkzeuge für die komplexen Aufgaben der Bezugsregulierung sowohl im Hinblick auf die Einzelhandelsbezüge als auch in Richtung Verlage auf die Verteilersteuerung zur optimalen Ausschöpfung der Nachfrage anbieten. In den Grundfunktionen hat sich ein homogenes Leistungsniveau entwickelt. Unterschiede zwischen den Systemen sind eher auf der Ebene der Anwenderunterstützung und bei den Weiterentwicklungen zu erkennen.

 

  MBR-Fragebogen an Systemanbieter 2013

 

  Überblick Systemanbieter nach Grosso-Gebieten

 

  Verbreitung Grosso-Systeme nach EH-Anteil

 

   Auswertung Gesamt-Datenbestand

 

 

 

 

 


Bündnis für Marktpflege (BfM)


BfM - ein Bündnis von Verlagen und Presse-Grosso zum Abbau von Überremissionen

 

 

Am 14.10.2005 haben sich der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der Bundesverband Presse-Grosso (BVPG) mit einem gemeinsamen Schreiben „Bündnis für Marktpflege: Abbau von Überremissionen“ an Verlage, Nationalvertriebsunternehmen und Grosso-Unternehmen gewandt. Mit diesem Schreiben des damaligen PMV-Sprechers Hartmut Bühne und des Vorstands Marktanalyse im BVPG Ulrich Stemmler gaben beide Verbände den Startschuss gemeinsame Initiative zum Abbau von Überremissionen im Einzelhandel. Ziel war es, mit Beginn des Jahres 2006 bei der Disposition VD- und grossogebietsspezifisch die Richtremissionsobergrenzen nach der SQR++ - Formel nicht zu überschreiten. Die Belieferung des Einzelhandels mit an der Verkäuflichkeit orientierten Mengen ist dabei eine systemimmanente Herausforderung, der sich alle Beteiligten der Branche immer wieder stellen müssen. Dies ist Grundvoraussetzung dafür, den Einzelhandel als wichtiges Glied in der Vertriebskette auch in Zukunft als verlässlichen und starken Partner an der Seite zu haben.

 

 

Seit Beginn des Bündnis für Marktpflege im Jahr 2006 ist es Verlagen und Presse-Grosso gelungen, durch vertriebliche Steuerung die Remissionsaufkommen nicht weiter anwachsen zu lassen. Dies ergibt sich aus dem BfM-Monitoring, das der Bundesverband Presse-Grosso für das BfM konzipiert hat und regelmäßig durchführt. So konnte zunächst in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2006 die Überbelieferungsmenge mit jeweils etwa 30 Millionen Exemplaren im Vergleich zum Vorjahr stabil gehalten werden. Ab dem 3. Quartal 2006 bis zum 1. Quartal 2007 sank dann die Überbelieferungsmenge ohne negative Auswirkungen auf den Verkauf beträchtlich. Die niedrigste Überbelieferungsmenge wurde im 3. Quartal 2006 mit etwa 18,5 Millionen Exemplaren erreicht. Im VDZ/Grosso-Beirat Bündnis für Marktpflege war man sich darüber einig, diese Absenkungen als positives Signal und Bestätigung des Bündnisses für Marktpflege zu sehen, in den Anstrengungen sowohl auf Verlags- als auch auf Grosso-Seite aber nicht nachzulassen, das Ziel der Remission nach SQR++ zu erreichen.


Betrachtet man die Entwicklung der Überbelieferungsmengen in der Zeitreihe, zeigt sich jedoch, dass in der jüngeren Vergangenheit die Überbelieferungsmengen wieder angestiegen sind. Vor diesem Hintergrund haben beide Verbände erneut an alle Branchenbeteiligten appelliert, an die in der Vergangenheit unternommenen Anstrengungen in der Dispositionsarbeit anzuknüpfen, um zukünftig eine nachhaltige Rückführung der Überbelieferungen erzielen zu können.

 


Als gemeinsames Ziel wurde formuliert, in der Branche ein Dispositionsverhalten zu entwickeln, das sich zum einen an den Bedürfnissen des Käufermarktes orientiert und zum anderen, auch unter Berücksichtigung des zunehmenden Wettbewerbs, an einer dem Presseeinzelhandel gegenüber maßvollen und verantwortungsbewussten Liefermengenpolitik ausgerichtet ist.

 


Weiterführende Literatur

 

      MBR - Wie geht das ?

 

      Entstehungsgeschichte des MBR - Fachbeitrag von Hans-Dieter Müller,    

          Fa.  Dittmann, Jubiläumsheft "50 Jahre Bundesverband Presse-Grosso"

 

      "Stand und Perspektiven der MBR - eine Umfrage"

            dnv vom 16.01.2003, S. 40-43

 


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